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Georg Dickert, Guntramstr. 54, 79106 Freiburg, Telefon (0761) 27 45 74, Telefax (0761) 27 45 09

 

Private Unfallversicherung

Nicht alles was angeboten wird, ist auch sinnvoll

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Dynamik:

In Tarifen, die eine Dynamik vorsehen, erhöhen sich Versicherungssumme und Beiträge pro Jahr um einen zuvor vereinbarten festen Satz. Gedacht ist diese Dynamik für Berufsanfänger, die zunächst nur niedrige Prämien zahlen können. Allerdings ist das persönliche Unfallrisiko in jungen Jahren eher höhrer als im Alter.

Meine Empfehlung:
Verzichten Sie auf den Einschluss der Dynamik und der Extras wie Unfall-Krankenhaus-Tagegeld u.a. und vereinbaren Sie eine möglichst hohe Invaliditätssumme. Überprüfen Sie Ihren Vertrag regelmäßig und passen Sie die Summen Ihrem Bedarf an.

Prämienrückgewähr:

Etliche Versicherer werben damit, Kunden, die keine Leistungen aus der Unfallversicherung in Anspruch genommen haben, am Ende der Vertragslaufzeit ihre Prämien zu erstatten. Was sich zunächst verlockend anhört, erweist sich bei genauem Hinsehen für den Kunden fast immer als Verlustgeschäft. Im Grunde kauft der Kunde zwei Produkte:

Einmal die eigentliche Unfallpolice und
einmal eine Kapitallebensversicherung.

Da es aber den Risikoschutz für die Unfallpolice nun einmal nicht geschenkt gibt, sind die Beiträge deutlich höher als bei der normalen Unfallversicherung ohne Prämienerstattung. Auch die Rendite solcher Verträge ist meist mehr als mäßig. Die oft sehr langen Laufzeiten und die Gefahr, bei einem vorzeitigen Ausstieg aus dem Vertrag massive Verluste hinnehmen zu müssen, sprechen ebenfalls gegen ein solches Modell.

Sonstige Extras:

Neben dem eigentlichen Invaliditätsrisiko bieten die Assekuranzen vielfach auch an, zusammen mit der Unfallpolice ein Unfall-Krankenhaus-Tagegeld, Genesungsgeld oder kosmetische Operationen mit zu versichern. Diese Extras sind oft überflüssig oder treiben die Prämien unnötig in die Höhe.

Wer z. B. als Selbstständiger auf eine Tagegeld-Versicherung angewiesen ist, wird deren Leistungen sicher auch bei Krankheiten, nicht nur im Falle eines Unfalles, benötigen. Er sollte deshalb eine Kranken-Tagegeld-Versicherung abschließen, welche bei allen Krankheiten eintritt und nicht nur bei einem Unfall.

Wichtige Einschränkungen beachten!

Auch die höchste Versicherungssumme nützt wenig, wenn sich die Gesellschaft Hintertürchen offenhält, um die Leistung im Ernstfall doch noch zu verweigern. Solche Vertragsklauseln sollten Interessenten hellhörig machen:

Quelle: Versicherungsberater Karpf in FOCUS Online, Bein ab - arm dran - Unfallversicherung.
(FOCUS Online vom 08.04.2011) u.a.

Und noch ein Hinweis:

Die oft von Reisebüros und Automobilclubs meist im Verbund mit anderen Versicherungen angebote Reise-Urlaubsversicherung ist selten sinnvoll. Meist sind die vereinbarten Summen zu niedrig und die gültigen Bedingungen zu schlecht. Falls Sie eine Unfallversicherung wünschen, sollte die rund um die Uhr und bei allen Unfallen gelten!

© 2002/2012 Georg Dickert, zuletzt aktualisiert: 26.03.2012
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